Demokratie – was machst du daraus? Diese Frage stellten sich am 24. Oktober junge Cottbuserinnen und Cottbuser im Jugendkulturzentrum Glad-House. Bei einer lockeren Podiumsdiskussion stellten sich die Vorsitzenden der Jugendorganisationen (Junge Sozis, Links Jugend, Junge Union und die Jungen Liberalen) den Fragen des Publikums. Kompetent moderiert wurde die Veranstaltung von Jörn Meyer vom Jugendhilfe-Cottbus e.V.
Bei ihrer Ankunft hatten die Gäste die Möglichkeit ihre Meinung zur Demokratie auf einer Tafel niederzuschreiben: „Ich bin Demokratiefan weil,…“; „Ich kann mit Demokratie nichts anfangen weil,...“. Für einen lockeren Einstieg sorgte der Film „Cottbus – ABC“, der Jugendthemen von A-Z spezifiziert. Bevor die eigentliche Diskussion losging stellten sich die Vorsitzenden der Jugendorganisationen kurz vor.
Im Anschluss daran, gab es jede Menge kritische Fragen. Es wurde u.a. der Beitritt in eine Partei bzw. Jugendorganisation hinterfragt, nach dem Motto: “Ich ordne mich doch unter und gebe meine eigene Meinung auf, wenn sich die Mehrheit zu einigen Themen anders entscheidet.“. Mario Göttling (Vorsitzender der JuLis Brandenburg) entgegnete: „[…]Parteien gestaltet jeder einzelne mit! Durch die vielen Diskussionen hat man die Möglichkeit andere von seiner Meinung zu überzeugen und eine regelrechte Welle auszulösen,... oder auch nicht. Wenn dem nicht der Fall ist, darf man seine eigene Meinung nicht gleich aufgeben. Bei ständigen Meinungsverschiedenheiten ist allerdings ein Wechsel der Partei eine Überlegung wert.“. Das größte Interesse der Schüler war es nun, klare Fakten zu bekommen, was denn die Jugendorganisationen bereits erreicht haben und was sie im Stande sind zu bewegen. Aktuelle Themen wurden nur kurz angesprochen.
Die Gelegenheit, auch explizit über aktuelle Themen zu reden, gab es nach Ende der Veranstaltung bei den Info-Ständen der einzelnen Jugendverbände. Dort war es zudem möglich Informationsmaterial zu erhalten und ggf. Kontakte auszutauschen.
Fazit der Veranstaltung in Cottbus ist, dass man auf jeden Fall sehr lange über Demokratie mit Schülern diskutieren kann und es auch zahlreiche Fragen gibt. Bei der geplanten Veranstaltung in 2008 ist unser Ziel vor allem, mehr Schüler bzw. Klassen als Gäste begrüßen zu dürfen.